Psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Erwachsenen

Psychische Erkrankungen können uns in jedem Alter und in jeder Lebensphase begegnen. Häufig stehen folgende Auslöser mit der Entwicklung einer psychischen Erkrankung im Zusammenhang:

  • Belastungssituation nach z. B. Trennung, Tod, Stress
  • Traumatische Erlebnisse z. B. Unfälle, Gewalt
  • Mobbing und narzisstischer Mißbrauch
  • Genetische Faktoren
  • (Chronische) körperliche Erkrankungen
  • Substanzmissbrauch z. B. Alkohol oder Drogen

Die Anzeichen für eine psychische Erkrankung können sehr unterschiedlich sein und zu Verunsicherung führen. Depressive Phasen, Erschöpfungszustände/Burnout, eine posttraumatische Belastungsstörung, Angst-/Panikstörungen oder Impulskontrollstörungen können die Alltagsbewältigung beispielsweise deutlich erschweren. So haben Betroffene häufig Schwierigkeiten damit, die Tage wie gewohnt zu organisieren, ihrer Arbeit nachzukommen oder soziale Kontakte aufrechtzuerhalten.

Ergotherapie kann Sie dabei unterstützen, den Krankheitsverlauf zu bewältigen, neue Handlungsstrategien zu entwickeln und Sie im Umgang mit Ihrer Erkrankung im Alltag zu unterstützen. Wir ermitteln gemeinsam mit Ihnen individuelle Ressourcen, fördern Ihre Selbstwirksamkeit und begleiten Sie auf Ihrem Genesungsweg.

Ziele und Inhalte bei psychischen und psychosomatischen Erkrankungen

Das Ziel der ergotherapeutischen Behandlung besteht in der Entwicklung, der Verbesserung und dem Erhalt von:

  • Wiedereingliederung/Teilhabe am alltäglichen Leben
  • Flexibilität und Selbständigkeit in der Tagesstrukturierung
  • Stärkung des Selbstwertgefühls
  • Verbesserung der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Erlernen von Entspannungstechniken
  • sozio-emotionalen Kompetenzen und Interaktionsfähigkeit
  • Verbesserung der kognitiven Funktionen

Folgende Inhalte, Methoden und Mittel angepasst an Ihre persönlichen Ziele und Bedürfnisse können Teil der ergotherapeutischen Interventionen sein:

  • Beratung, gemeinsame Diagnostik und Zielerarbeitung
  • Training der Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z. B. Einkaufen oder Kochen zur Förderung der Selbstfürsorge und selbständigen Lebensführung
  • kognitive Trainingsverfahren zur Verbesserung psychischer Grundfunktionen (z. B. Ausdauer, Antrieb, Motivation, Belastbarkeit, Konzentration)
  • Förderung emotionaler Kompetenzen
  • SELWA
  • BAASIS
  • Anwendung verschiedener Entspannungsverfahren
  • Methoden zur Verbesserung der Selbstregulation
  • beschäftigungs- und arbeitsbezogene Angebote (Betätigungs- und Umfeldanalyse)
  • Ausdruckszentriertes Arbeiten mittels kreativer/handwerklichen Techniken zur Verbesserung der Selbstwahrnehmung und Reflexion
  • Stress- und Mentalcoaching
  • Tiergestützte Therapie
  • Yurashi
  • Focusing
  • Anwendung des Züricher Ressourcenmodells
  • Strukturierungstraining